Hintergrund

Die Schweizerische Eidgenossenschaft lobt über das Bundesamt für Raumentwicklung ARE und dem Fürstentum Liechtenstein am 4. November 2016 den vierten internationalen Architekturpreis «Constructive Alps 2017» aus. Der Preis ist mit 50‘000 Euro dotiert. Die Einreichfrist endet am 20. Januar 2017, 12:00 Uhr.

Zielsetzung

«Constructive Alps» will den Bogen über die Ländergrenzen hinweg spannen. Er ist Beitrag zur Umsetzung der Alpenkonvention und Denkanstoss für ein gutes Leben in den Alpen. Nachhaltiges Sanieren und Bauen spielt hier eine bedeutende Rolle: In den Alpen verbrauchen private Haushalte genauso viel Energie wie der gesamte Verkehrssektor. Die Energie – sie wird vor allem mit Heizöl und Erdgas erzeugt – wird grösstenteils für das Heizen und Kühlen der Räume verwendet. Alte, schlecht isolierte Gebäude sind die grössten Energieverschwender. Schlüssel für einen effektiven Klimaschutz und damit für mehr Lebensqualität der BewohnerInnen und BesucherInnen der Alpen ist daher das Sanieren – falls notwendig das neu Bauen – von Gebäuden mit regionalen und ökologischen Baustoffen.

Gesucht werden besonders nachhaltige Sanierungen und Neubauten, die zwischen 2012 und 2016 fertiggestellt wurden und innerhalb des Alpenbogens stehen. Zur Bewerbung eingeladen sind vor allem jene ArchitektInnen und BauherrInnen, die mit ihrem Objekt sowohl die ökologischen und ökonomischen, wie auch die sozialen und kulturellen Kriterien der nachhaltigen Entwicklung umgesetzt haben. Sie zeigen als suffiziente, effiziente und konsistente Gebäude, wie für BewohnerInnen und Umgebung mehr Lebensqualität entsteht. Die Objekte stehen für ein Sanieren und Bauen mit Sinn und Sinnlichkeit.

«Constructive Alps» steht auch für die alpenweite Zusammenarbeit mit verschiedenen Ministerien, Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie Nichtregierungsorganisationen. Das Fürstentum Liechtenstein arbeitet als Initiator des Preises eng mit der Schweiz zusammen. Die Universität Liechtenstein unterstützt die international besetzte Jury bei der qualitativen Prüfung der Objekte. Das Alpine Museum der Schweiz in Bern konzipiert eine Wanderausstellung zu den prämierten klimafreundlichsten Einreichungen. Der Katalog dazu ist als Sondernummer der renommierten Architekturzeitschrift «Hochparterre» erhältlich. Die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA begleitet Constructive Alps fachlich und organisatorisch.

«Constructive Alps 2013» und «Constructive Alps 2015»

Die Schweiz und Liechtenstein haben am 29.8.2013 mit «Constructive Alps» den zweiten und am 30. Oktober 2015 den dritten internationalen Architekturpreis für nachhaltiges Sanieren und Bauen in den Alpen verliehen. Das Agrarbildungszentrum Salzkammergut/AT (2013) und das Pfarrhaus Krumbach/AT (2015) wurden aus über 400 Projekten als schönste und klimafreundlichste Objekte aus dem gesamten Alpenraum prämiert. Alle ausgezeichneten Gebäude wurden in zwei Wanderausstellungen und in einer Sondernummer der Schweizer Architekturzeitschrift «Hochparterre» vorgestellt.

«Konstruktiv 2010»

2010 hat das Fürstentum Liechtenstein mit «Konstruktiv – Liechtenstein-Preis für nachhaltiges Bauen und Sanieren in den Alpen» erstmals diesen alpenweiten Architekturwettpreis ausgeschrieben. Über 200 Bauobjekte wurden eingereicht. Aus 25 Projekten, die die Jury zur die zweite Runde eingeladen hatte, gingen Preisträger und Anerkennungen hervor. Sie reisten in einer Wanderausstellung durch die Alpenstaaten, begleitet von einem Themenheft der Schweizer Architekturzeitschrift «Hochparterre».